Erster Preis für AS+P in Darmstadt

20.12.2017Projekte

Im städte­baulichen Wettbewerb zur Konversion der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jeffersonsiedlung wurde AS+P am vergangenen Freitag von der Jury um Professor Sophie Wolfrum zum Sieger gekürt.

„Die Schaffung neuer Wohnquartiere durch die Umnutzung der beiden Kasernenareale ist für die Stadt Darmstadt von größter Bedeutung“, sagte die Baudezernentin Barbara Boczek bei der Vorstellung des Wettbewerbsergebnisses am Montag. Der Entwurf „Neues Quartier Ludwigshöhe“ ist ein Bei­spiel nach­hal­tiger, integrierter Stadt-, Freiraum- und Verkehrs­planung, so Jürgen Häpp, Projektverantwortlicher bei AS+P: „Das räumliche Konzept entwickelt die historische Struktur zweier eigenständiger Gebiete zu kompakten Siedlungen weiter. Sie werden durch die denkmalgeschützte Mitte verbunden.“

Das zentrale Carrée dient als Ankunfts- und Servicezentrum mit Mobilitäts- und Quartiersmanagement, Familienzentrum mit Seniorenwohnen, Kita und Nahversorgern. Diese Mitte bildet zudem einen Teil der so genannten Landschaftstreppe, die als grüne Achse die terrassierte Hanglage zwischen dem Darmstädter Süden und dem Odenwald aufnimmt und vielfältige Freizeitangebote bietet. Die beiden Siedlungsteile werden durch mehrere Quartiersplätze und ein Shared-Space-Wegenetz gegliedert und bieten durch eine Vielfalt von Gebäudetypologien Wohnraum für breite Bevölkerungsgruppen. Der Entwurf von AS+P zielt auf eine nach­hal­tige Entwicklung sowie zeitgemäße Mobilität und will eine lebendige und sozial ausgewogene Nachbarschaft der kurzen Wege für etwa 3.100 Be­woh­ner auf 34 Hektar schaffen. Am Wettbewerb hatten sich insgesamt 16 Ar­chi­tek­turbüros beteiligt.