Wozu die Zeit nicht reichte oder wofür sie noch nicht reif war: Symposium zu Albert Speers Ideen für Frankfurt Rhein-Main

18.12.2018

Am 17. Dezember hat die Stiftung urban future forum e.V. auf dem Campus Westend der Johann Wolfgang Goethe-Universität ein stadtpolitisches Symposium zum geistigen Erbe Albert Speers veranstaltet. Friedbert Greif, geschäftsführender Gesell­schafter der AS+P Albert Speer + Partner GmbH, beleuchtete in seiner Rede die visionären Ideen des 2017 so plötzlich verstorbenen Unternehmensgründers, die auch zukünftig noch umgesetzt werden, weil sie Potenzial für Frankfurt und die Rhein-Main-Region bergen.

„Leben ist Risiko“, zitierte Friedbert Greif in seiner Rede am Montagabend Albert Speer und verdeutlichte so auch die Geisteshaltung, mit welcher der Architekt, Stadtplaner und Unternehmensgründer von AS+P es nicht nur geschafft hat, das Stadtbild von Frankfurt am Main wie kein anderer zu verändern, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus zu wirken. Dazu bedürfe es, so Greif weiter, insbesondere Phantasie, aber auch Mut und entsprechenden Team-Geist; denn visionäre Ideen müssten Hand in Hand mit Projektentwicklern und politischen Vertretern umgesetzt werden.

 

In vielem war Albert Speer seiner Zeit voraus – das zeigen etwa die 1992 in seinem Buch publizierten Ideen zum Thema „Die intelligente Stadt“, welche den heute selbstverständlichen Konzepten der „Smart Cities“ vorgreifen. Oder die Denkschrift „Frankfurt für alle“, die unter anderem Themen zur nach­hal­ti­gen Bestandssanierung aufgreift – Ideen, die Jahre später erfolgreich umgesetzt werden konnten, wie die renovierte und nachverdichtete Heinrich-Lübke-Siedlung zeigt. Wie das Denken und Handeln von Albert Speer auch in Sachen Regionalplanung die Zukunft weisen kann, das wird bei einer aktuellen Raumstrukturstudie zur Vorbereitung des neuen Regionalplans Südhessens deutlich, welche das Büro AS+P aktuell ausarbeitet. Denn Speer hatte die Rhein-Main-Region bereits in den 1970er Jahren als „strategischen Handlungsraum“ mit hoher Lebens- und Umweltqualität erkannt, so Greif.

 

Im Anschluss hielt Stefan Klos, geschäftsführender Gesell­schafter von PROPROJEKT, einen Vortrag zum Thema „Frankfurt am Start – Stadt als Stadion“. Es folgte die Podiumsdiskussion „Mut zu Phantasie und Risiko“, die von Dr. Matthias Alexander (Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) moderiert wurde. Unter anderem nahmen daran Dr. Michael Denkel, Prokurist und Partner von AS+P, Mike Josef, Dezernent für Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt am Main und Prof. em. Dr. Bernd Scholl teil.

Die Akteure der Podiumsdiskussion (v. links): Dr. Matthias Alexander, Torsten Becker, Annegret Reinhardt-Lehmann, Mike Josef, Prof. Dr. Bernd Scholl und Dr. Michael Denkel © Roman Gerike, Meriag

Publikation „Die intelligente Stadt“, 1992: In dem Buch finden sich Albert Speers frühe Ideen zu Stadtkonzepten wieder, die heute besser unter dem Begriff „Smart Cities“ bekannt sind.

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