Hertha BSC legt die von AS+P erarbeitete Standortanalyse für einen möglichen Stadion-Neubau vor

30.03.2017

Standortoption Olympiapark

Hertha BSC will bis 2025 eine reine Fußballarena mit 55.000 Plätzen im Olympiapark errichten – direkt neben dem jetzigen Olympiastadion.

AS+P hatte im Auftrag des Vereins über 50 mögliche Stadion-Standorte innerhalb und außerhalb der Stadtgrenzen Berlins auf ihre Eignung geprüft. Die wichtigsten Kriterien waren Größe der Fläche, Verkehrsanbindung, Nachbarschaft, Außenwirkung, Flächenverfügbarkeit, Konfliktpotential und Erschließung. Das Ergebnis:

1. Viele der Standorte, die auf den ersten Blick geeignet erscheinen, waren bereits nach der ersten Prüfungsrunde aus dem Rennen und auch die engere Auswahl möglicher Standorte reduzierte sich nach einer vertieften Analyse nochmals stark.

2. Der Olympiapark erfüllt die von Hertha BSC gesetzten und gewichteten Kriterien am besten. Der Olympiapark, eine Fläche neben dem Olympiastadion, ist zugleich der klare Wunsch-Standort des Vereins (Details zur Standortanalyse).

Zum Hintergrund: Hertha BSC ist der letzte Bundesligaverein ohne reines Fußball­stadion. Die Auslastung des Olympiastadions liegt bei nur 64 Prozent – im Bundesligadurchschnitt sind es 92 Prozent. „Für den Bundesligaalltag, der 95 Prozent unseres Spielbetriebs ausmacht, ist das Olympiastadion auf Dauer nicht mehr geeignet und zukunftsfähig“, so Hertha-BSC-Präsident Gegenbauer. „Wir wollen und können als Verein und mittelständisches Unternehmen den Nachteil eines viel zu großen und alternden Olympiastadions, das uns nicht gehört, tragen.

“Der derzeitige Mietvertrag im Olympiastadion läuft im Jahr 2025 aus, bis dahin soll Herthas neue Fußballarena stehen. Darauf haben sich die Gremien des Vereins einstimmig verständigt. Eine Alternative zum favorisierten Standort Olympiapark ist der Studie zufolge der Brandenburg Park in Ludwigsfelde, neun Kilometer südlich der Stadtgrenze Berlins und 18 Bahnminuten vom Potsdamer Platz entfernt. Dieser Standort bietet die bestmögliche Alternative. Der Verein setzt aber darauf, dass der Berliner Senat den Wunsch-Standort Olympiapark unterstützen wird.

Im nächsten Schritt soll zusammen mit AS+P eine belastbare Kostenschätzung, die natürlich abhängig vom Standort ist, erarbeitet werden.

Bericht­er­stattungen:

Berliner Morgenpost, kickerSpiegel OnlineBerliner Zeitung

Standortoption Brandenburg Park

Foto Pressekonferenz (© Hertha BSC), v.l.n.r.: Matthias Schöner (AS+P), Friedbert Greif (AS+P), Werner Gegenbauer (Präsident Hertha BSC), Michael Preetz (Geschäftsführer Sport, Kommunikation/Medien Hertha BSC), Ingo Schiller (Geschäftsführer Finanzen, Organisation, Marketing Hertha BSC), Marcus Jung (Leiter Kommunikation/Medien Hertha BSC)