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Gerichtskomplex, Riad, Saudi-Arabien, 2005

Herausgelöst aus der dicht vernetzten Stadtstruktur vervollständigt der Criminal Court ein Ensemble wichtiger öffentlicher Einrichtungen im Herzen von Riads Altstadt, welche im Rahmen einer Neustrukturierung wiederbelebt werden soll. Der 48,8 Meter hohe monolithische Kubus des Criminal Court wächst aus einer umlaufenden Lichtfuge empor. Die beleuchtete Zäsur, eine Art natürliche Barriere, erzeugt das Gefühl von Sicherheit und betont die Erhabenheit des Gebäudes. Der Besucher gelangt über Stege zu den axial angeordneten Haupteingängen, die konisch in den steinernen Kubus eingeschnitten sind. Die Fassade besteht aus rauen landestypischen Kalksandsteinplatten. Schmale Schlitze mit stark zurückgesetzten Fensterelementen, minimieren die Erwärmung der Innenräume und erhöhen die Plastizität der Fassade. Durch die vertikale Fassadenstruktur, die alle Stockwerke zusammenfasst, wird die skulpturale Wirkung noch verstärkt. Symmetrie und Kubatur des Baukörpers reflektieren die organisatorischen Prinzipien der inneren Aufteilung und Modularität. Alle Räume gruppieren sich um ein großzügiges Atrium, das sich über die gesamte Gebäudehöhe erstreckt. Ein System aus Oberlichtbändern sorgt für ein angenehmes Raumklima, indirektes Tageslicht und Lichtspiele im Inneren des Gebäudes.

Blick auf den Gerichtskomplex in Riad

Auftraggeber:

ADA Arriyadh Development Authority

BGF:

57.000 m²

Nutzungsschwerpunkte:

Büro / Verwaltung | Öffentliche Bauten

Wettbewerb:

1. Preis international