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Freiraumplanung Ideenkonkurrenz "Perspektive Raumentwicklung Limmattal", Zürich, Schweiz, 2013

Den etwa 25 Kilometer langen Raum des Limmattals über fachliche und politische Grenzen hinweg planerisch zu erkunden war eine besondere interdisziplinäre Herausforderung. Auch durch den intensiven Austausch mit betroffenen Schlüsselakteuren und Fachleuten, bot sich die Gelegenheit Chancen auszuloten, die über Partikularinteressen von Gemeinden und privaten Akteuren hinausgehen und Fragen einer integrierten Siedlungs-, Freiraum- und Infrastrukturentwicklung eines zentralen Teiles des Limmattals betreffen. Diese großräumige Betrachtung bot die Möglichkeit, bisher noch nicht erkannte Synergien und damit beispielsweise ökonomisch bedeutsame Gegenstände zu erkunden. Zur Verdeutlichung der Standortvorteile der verschiedenen "Rudimente" des Interventionsraumes, zur Mobilisierung deren schrittweiser Transformationsprozesse, aber auch zur Sicherung und Förderung der verbleibenden Freiräume, haben wir, gewissermaßen als Sinnbild für das künftige Planen im gesamten Talraum, das Bild einer HELIX gewählt. Damit soll künftig nicht das zufällige Nebeneinander von Aktionen, sondern ein integriertes und synergetisches Zusammenwirken symbolisiert sein. Das einprägsame Symbol steht dabei durchaus in Analogie zur DNA-Helix, gewissermaßen einer "Strickleiter des Lebens". Allerdings hat die "urbane Helix" im Limmattal deutlich mehr Bausteine und Verbindungsstränge, was die Komplexität des Organismus der Talschaft unterstreicht. Das Raumgerüst der Helix wird von Landschaft und Limmat gebildet, ergänzt durch die klassischen Infrastrukturen, die als Verbindungsstränge das Trägersystem für die Programmbausteine aus Landschaft und Siedlung komplettieren. Die Bausteine der Helix repräsentieren das künftige und sich laufend weiter qualifizierende Programm für die mögliche Entwicklung des Limmattals und wirken zusätzlich als Querverbindungen zwischen den Strängen. Eine gut ausgebaute neue Nahmobilitätsrote vernetzt die Bausteine zusätzlich.

Gesamtplan

Auftraggeber:

ETH Zürich, IRL - Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung

Plangebiet:

9.000 ha

Nutzungsschwerpunkte:

Freiraum | Mischnutzung