Neuer Stadionstandort Darmstadt

Darmstadt, Deutschland, 2016

Ermittlung von Standortoptionen für ein neues Fußball­stadion mit einer Kapazität von 20-25000 Zuschauern, Analyse von 11 Standortoptionen, Entwicklung eines Bemessungsstadions, Erstellung von Standortkonzepten für vier Standorte; Eignungseinschätzung

  • Auftrag­geber: City of Darmstadt
  • Zeitraum: 2016
Standortoptionen
Standortoptionen

Der SV Darmstadt 98 e. V. trägt seine Heimspiele im Merck-Stadion am Böllenfalltor aus. Das sich im Eigentum der Stadt Darmstadt befindliche Stadion entspricht nicht den Anforderungen an einen zeitgemäßen Veranstaltungsbetrieb im Rahmen der Ligen der Deutschen Fußball-Bundesliga. Da ein Vollumbau des Stadions am bestehenden Standort planerisch nicht tragfähig erschien, wurde AS+P beauftragt, Standorte zu ermitteln und auf ihre Eignung und Sinnhaftigkeit als Neubaustandort zu überprüfen.

Zur Abschätzung des notwendigen Flächenbedarfs entwickelte AS+P zunächst ein schematisches Bemessungsstadion, in dem die planungsbestimmenden Kenngrößen wie u. a. Fassungsvermögen, Nutzungsanteile Funktionsbereiche und Ergänzungsnutzungen incl. Stellplatzbedarf exemplarisch umgesetzt wurden. Anschließend wurden elf Standortoptionen im Hinblick auf Verfügbarkeit, Größe, Zuschnitt und Erschließung sowie auf Verträglichkeit mit dem Umfeld, mögliches Konfliktpotential und Kostenrisiken untersucht. Für vier favorisierte Standorte wurde vertiefend eine Standortkonzeption erarbeitet, in der die funktionalen Vorgaben für den Betrieb eines DFL-tauglichen Fußball­stadions mit einem Fassungsvermögen von 20-25.000 Zuschauern räumlich dargestellt und Anforderungen an evtl. erforderliche Ausbaumaßnahmen der Infrastruktur benannt wurden. Im Zuge einer weiteren Ergebnisvertiefung wurden diese im Rahmen von Abstimmungsterminen bei relevanten Behörden weiter erörtert sowie die verkehrsplanerischen Überlegungen vertieft.

Analyse Standortoption
Analyse Standortoption

Im Ergebnis stellte sich heraus, dass aufgrund der Vielzahl von Raumnutzungsansprüchen in dem urban geprägten Verdichtungsraum von Darmstadt alle vier vertieft betrachtetenStandorte mit teilweise hohem Konfliktpotenzial verbunden sind. Die Stadt Darmstadt entschied daraufhin einen moderaten Ausbau bzw. Modernisierung des bestehenden Stadions.