Städtebauliches Konzept Pioneer-Kaserne Hanau

Frankfurt am Main, Deutschland, 2017

Rund 50 ha umfasst das Gelände der ehemaligen Pioneer-Kaserne in Hanau. An der Schnittstelle zwischen Städtebau und Bauleitplanung wurde AS+P nun mit der weiteren Vertiefung des Städtebaus und der Aufstellung des Bebauungsplans beauftragt

  • Auftrag­geber: DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentw. mbH & Co.
  • Zeitraum: 2017
  • Nutzungsschwerpunkte: Denkmalpflege, Mischnutzung, Sanierung, Wohnungsbau, Freiraum, Konversion
Städtebauliches Strukturkonzept, Juni 2017
Städtebauliches Strukturkonzept, Juni 2017

Mit dem vollständigen Abzug der US-Armee im Jahr 2008 aus Hanau standen rund 350 ha Fläche für eine Neuentwicklung zur Verfügung. Hierzu zählt das rund 50 ha große Areal der ehemaligen "Pioneer-Kaserne" in Hanau-Wolfgang, das nun zu einem neuen Wohnstandort entwickelt werden soll. Die Planung sieht die Schaffung von rund 1.600 Wohn­einheiten vor, die sich auf dem denkmalgeschützten Gelände in einer "neuen Parkstadt" in unter­schiedlich­en Typen von Einfamilienhäusern und Geschoss­wohnungs­bau verteilen sollen. Gemeinsam mit ergänzenden urbanen Nutzungen lassen sie ein neues Stadtquartier in Hanau entstehen.

Mit ihrem Entwurf konnte sich die AS+P GmbH im Sommer 2017 im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung durchsetzen. Mit der Gestaltung eines grünen Korsetts, bestehend aus einer grünen Mitte, von der fächerförmig "grüne Radialen" zum benachbarten Naherholungsgebiet Bulau ausgehen, wird die markante städtebauliche Struktur des Geländes im Entwurf aufgegriffen und weiterentwickelt.

Luftbild Pioneer-Kaserne, Mai 2017
Luftbild Pioneer-Kaserne, Mai 2017
Luftbild Triangle Housing, Oktober 2017
Luftbild Triangle Housing, Oktober 2017

An der Schnittstelle zwischen Städtebau und Bauleitplanung wurde AS+P sowohl mit der weiteren Vertiefung des Strukturkonzepts als auch mit der Aufstellung des Bebauungsplans beauftragt. Die eng miteinander verwobenen Disziplinen werden seit August 2017 von einem leistungsstarken Planungsteam bearbeitet. Die ersten bauleitplanerischen Arbeiten zur Erarbeitung eines Bebauungsplanentwurfs für die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB haben bereits begonnen. Hierbei gilt es, die unter­schiedlich­en Frage- und Aufgabenstellungen, die sich mit der Konversion des Geländes verbinden, in den unter­schiedlich­en Fachdisziplinen zu bewältigen, hieraus Rückschlüsse für den Städtebau zu ziehen und sie im Bebauungsplan zu einer tragfähigen Lösung zusammenzuführen.

Impression, September 2017
Impression, September 2017