Städtebaulicher Rahmenplan für das Eichplatz-Areal in Jena

Jena, Deutschland, 2016

Ausarbeitung eines Leitbildes für die zukünftige Entwicklung der Stadtmitte Jenas im Bürgerbeteiligungsverfahren mit mehreren Aktivwerkstätten und öffentlichen Veranstaltungen

  • Auftrag­geber: Stadt Jena
  • Zeitraum: 2016
  • Plangebiet: 2 ha
  • Nutzungsschwerpunkte: Mischnutzung, Büro / Verwaltung, Innenentwicklung
Varianten Hochpunkte
Varianten Hochpunkte

Im Herzen der Altstadt von Jena wartet seit Jahrzehnten die etwa 12.250 m2 große Fläche des so genannten Eichplatzareals auf ihre räumlich-funktionale und gestalterische Bestimmung. Möglicherweise hat die besondere Lage in der Stadt am Fuße des 144 m hohen JenTowers die hohe Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich gezogen. Die zentrale Frage lautete letztendlich nicht etwa nur wie, wieviel oder für wen gebaut werden sollte. Es ging vielmehr darum, die Bürger an der Entwicklung und Gestaltung des Areals teilhaben zu lassen. In einem dreistufig angelegten Beteiligungsverfahren aus konzentrierten Aktivwerkstätten und öffentlichen Präsentationen wurde gemeinsam mit der Bevölkerung ein städtebauliches Rahmenkonzept entwickelt und abgestimmt.

Sämtliche baulichen Elemente des neuen Quartiers sind in Form kleinteiliger Solitäre, d.h. ohne halböffentliche oder private erdgeschossige Räume ausgebildet. In einem Wechselspiel aus Enge und Weite strömt der öffentliche Raum in mäandrierenden Bewegungen zwischen den baulichen Elementen hindurch. Es ergibt sich ein System aus Höfen und Gassen, das zum Besuch des Quartiers einladen und unter­schiedliche Angebote zum Verweilen bereithalten soll.

Lageplan
Lageplan

Es war der Wunsch der Bürger, dass neben dem inneren Wegenetz auch die Anschlussräume zum umgebenden Stadtraum so nahe wie möglich an die Maßstäblichkeit des bestehenden Innenstadtgefüges angepasst werden sollten. Enge ist im Falle der Altstadt von Jena ein Stimmung gebendes Merkmal. Das Rahmenkonzept ist sowohl mit als auch ohne Hochhäuser denkbar.