Städtebaulicher Wettbewerb Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jeffersonsiedlung

Darmstadt, Deutschland, 2017

Erster Preis für den Entwurf einer integrierten Stadt-, Verkehrs- und Frei­raum­planung zur Konversion der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und benachbarter Jeffersonsiedlung mit ca. 1.300 Wohn­einheiten in Darmstadt

  • Auftrag­geber: Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Zeitraum: 2017
  • Plangebiet: 35 ha
  • Nutzungsschwerpunkte: Mischnutzung, Freiraum, Verkehrsanlage, Wohnungsbau
Vielfältige Wohntypologien
Vielfältige Wohntypologien

Der Entwurf "Neues Quartier Ludwigshöhe" ging 2017 als Sieger aus einem anonymen städte­baulichen Wettbewerb der Stadt Darmstadt zur Konversion der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jeffersonsiedlung hervor. Als Bei­spiel nach­hal­tiger, integrierter Stadt-, Freiraum- und Verkehrs­planung entwickelt er ein stabiles räumliches Konzept, das die historische Struktur zweier eigenständiger Gebiete aufnimmt und sie zu kompakten Siedlungen ausbaut.

Die beiden Quartiere werden durch ein zentrales denkmalgeschütztes Gebäudeensemble verbunden, dem so genannten Carrée. Es dient als Ankunfts- und Servicezentrum und bietet Raum für Mobilitäts- und Quartiersmanagement, Familienzentrum mit Seniorenwohnen, Kita und Nahversorger. Gleichzeitig bildet das Carrée einen Teil der Landschaftstreppe: eine terrassierte grüne Achse zwischen beiden Siedlungen, die die Hanglage an der Westflanke des Odenwalds nutzt. In die Terrassen sind sowohl Spiel- und Aufenthaltsplätze als auch Nachbarschaftsgärten und Streuobstwiesen integriert. Sie bieten so ein vielfältiges Freizeit- und Grünflächenangebot.

Genius loci: Lichtung im Wald
Genius loci: Lichtung im Wald
Terrassierte Hanglage
Terrassierte Hanglage

Eine Vielfalt von Gebäudetypologien bietet Wohnraum für unter­schiedliche Bevölkerungsgruppen. Durch das Angebot der Landschaftstreppe ist es möglich, die privaten Grundstücke kompakter auszubilden und durch mehrere Quartiersplätze gezielt starke Nachbarschaften und die Identifikation zu fördern. Beide Siedlungen werden durch ein Netz aus Spielstraßen und Fußwegen erschlossen und an die Umgebung angebunden. Sammelgaragen bieten PKW-Stellplätze an, die flexibel auf den Bedarf reagieren und künftige technische Entwicklungen wie e-Mobilität berücksichtigen können.

Der Entwurf zielt auf eine nach­hal­tige Siedlungsentwicklung mit zeitgemäßer Mobilität und will eine lebendige und sozial ausgewogene Nachbarschaft der kurzen Wege für etwa 3.100 Be­woh­ner auf 34 Hektar schaffen.

urban village cluster
urban village cluster
village cluster
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parking cluster
parking cluster