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Beethoven Festspielhaus, Bonn, 2008 - 2010

Nach Jahren als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland möchte die Stadt Bonn ihre neue Identität weiter festigen und besinnt sich verstärkt auf ihren berühmtesten Sohn, Ludwig van Beethoven. Unterstützt wird diese Positionierung mittels Sponsoring von den drei in Bonn ansässigen DAX-Unternehmen Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG und Postbank AG. Die 1959 von Siegfried Wolske entworfene Beethovenhalle ist tief im kollektiven Bewusstsein der Bonner Bürger verankert. Den heutigen Akustik-Maßstäben wird sie jedoch nicht mehr gerecht. Für das neue Konzerthaus steht ein Parkareal am Rhein zur Verfügung. So könnte auch die Kulturzone Bonns am Rheinufer vergrößert werden. Zudem liegen dem Projekt rechtliche Rahmen wie der Denkmalschutz der jetzigen Halle und ein fixes Baukostenbudget zugrunde. AS&P als Berater und Verfahrenskoordinatoren entwickelten den komplexen Ansprüchen entsprechend ein sehr sensibles und transparentes Auswahlverfahren. Hallenerhalt oder Neubaulösung stand den Architekten frei - die Niederlegung der bestehenden Halle allerdings musste stichhaltig begründet werden. Außerdem wurden eine ungewöhnlich detaillierte Baubeschreibung sowie eine genaue Kostenkalkulation gefordert. Zusätzliche Möglichkeiten der Kommunikation vermieden Unklarheiten und Missverständnisse. Zwei Expertengremien - analog der Gleichwertigkeit der Ansprüche an Akustik und Architektur - berieten nach bisher zwei Phasen über insgesamt zehn Lösungen von höchstem Niveau.

Luftbild Philharmonie Bonn

Auftraggeber:

Deutsche Post AG

Nutzungsschwerpunkte:

Kultur / Bildung | Öffentliche Bauten