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Studie zum Umbau der Rosa-Luxemburg-Straße, Frankfurt am Main, 2010 - 2011

Der Frankfurter Stadteil Ginnheim wird durch die Rosa- Luxemburg-Straße, eine aufgeständerte Schnellstraße mit Trennwirkung, stark beeinträchtigt. Die anstehende Sanierung der Trasse sowie die laufende Diskussion über den Lückenschluss der U-Bahn zwischen den Haltepunkten Ginnheim und Bockenheimer Warte nahm das Stadtplanungsamt zum Anlass, eine städtebaulich-verkehrsplanerische Studie zum ebenerdigen Rückbau in Auftrag zu geben. Die Studie sollte Lösungsansätze aus den Bereichen Städtebau, Verkehr und Grünplanung aufzeigen. Gleichzeitig galt es, eine kostengünstige Möglichkeit zur Integration einer U-Bahntrasse zu untersuchen. Städtebaulich bestand die Aufgabe darin, die durch die Hochtrasse erzeugten Brüche in der gewachsenen Struktur Ginnheims zu reparieren und eine angemessene straßenbegleitende Bebauung sowie Verdichtungsbereiche um zukünftige Haltepunkte der U-Bahn zu konzipieren. Im Konzept wird die U-Bahn aus Kostengründen weitestgehend oberirdisch als Teil einer leistungsfähigen Stadtstraße - der neuen, in ihrem Verlauf veränderten Rosa- Luxemburg-Straße - geführt. Diese erschließt zusätzliche Bauflächen für rd. 8.000 Bewohner. Darüber hinaus bringt eine überörtliche Grünverbindung Qualität in bestehende und zukünftige Wohnquartiere. Der visionäre Ansatz eines Rückbaus erscheint nach Betrachtung aller Aspekte v. a. vor dem Hintergrund des Qualitätsgewinns für Ginnheim und der generierten Entwicklungsflächen als eine nachhaltige Alternative zur kostspieligen Brückensanierung.

Städtebauliches Szenario

Auftraggeber:

Stadt Frankfurt am Main

Plangebiet:

100 ha

Nutzungsschwerpunkte:

Freiraum | Mischnutzung | Verkehrsanlage