Westbahnhof Ratingen, 2002 - 2003

Das attraktive historische Stadtzentrum und die Weststadt mit ihren etwa 16.000 Einwohnern bilden die äusseren Schichten, während die Areale entlang beider Seiten des Gleisfeldes die innere Schicht des stadträumlichen Gefüges definieren. Hier liegen die inneren Reserven Ratingens und hier besteht die Möglichkeit, vor allem vielfältiges innenstadtnahes Gewerbe anzusiedeln und in verkehrlich und städtebaulich verträglicher Form zu betreiben. Im Hinblick auf die künftige Rolle des Westbahnhofs wird die innere Schicht künftig nicht nur als Ziel- und Quellpunkt für Benutzer des Öffentlichen Verkehrs wirken, sondern weiterhin auch die Funktion einer attraktiven Brückenverbindung in die benachbarten Stadtschichten übernehmen. In Ermangelung kritischer Masse für die Gründung eines neuen traditionellen Stadtteils liegt die Zielrichtung unserer Planung in der schrittweisen Ertüchtigung der Qualitäten bestehender Stadtbausteine und der schrittweisen Entwicklung des Untersuchungsraumes im Sinne einer attraktiven und stabilen Brückenfunktion. Der leitende Gedanke unserer Arbeit baut auf der Sicherung und schrittweisen Entwicklung bestehender Freiräume im Sinne eines stadträumlichen Rückgrates auf. Entlang dieses Rückgrates werden bestehende Stadtbausteine entsprechend ihrer Qualitäten sinnfällig fortgeschrieben und bezüglich einer klaren und eindeutigen Identifizierbarkeit gefördert. Der teilweise unsichere Rückbau bzw. die Reorganisation bestehender Einrichtungen soll dabei ggf. in schlüssigen Etappen erfolgen. Fünf Brennpunkte unterschiedlicher Bedeutung und zeitlicher Abhängigkeit ergeben sich: der Stadtgarten, die Minoritenallee, der Grünzug östlich der Bahntrasse, die Grüne Mitte im Dreieck Phillipstrasse und Wiesenstrasse und der Schulpark.

Auftraggeber:

Bodenmanagement und Projektentwicklung Hamerla und Partner

Plangebiet:

53 ha

Nutzungsschwerpunkte:

Freiraum | Gewerbe / Industrie | Mischnutzung

Wettbewerb:

1. Preis