Messeerweiterung Hamburg, 2002 - 2003

Das bestehende Messegelände und das neu zu erschließende Areal liegen nahe der Innenstadt in direkter Nachbarschaft zur gewachsenen Struktur des Karolinenviertels und zum Park "Planten un Blomen". Der Wettbewerbsentwurf für die neue Messe bedient sich der Idee eines städtischen Marktplatzes. Auf den beiden Geländeteilen wird statt Einzelhallen eine zusammenhängende aber kleinteilige Struktur geschaffen, die in ihrer Form den Maßstab der Stadt fortsetzt. Es werden kommunikative Orte geschaffen, die hochflexibel sind und gleichzeitig eine maximale logistische Effizienz aufweisen. Die Strukturen erlauben die Darstellung ganz unterschiedlicher Veranstaltungslayouts, von der exakten Abbildung des Funktionalkonzepts über die Olympia-Belegung bis zur Nutzung als zusammenhängende Großfläche. Sie soll in modularer Bauweise entstehen, die beliebig veränderbar und erweiterbar ist. Grundelement ist ein Plattenmodul von 20 x 20 m Kantenlänge. Dieses wird entlang einer Außenkante um 4 m angehoben, sodass eine geneigte Dachfläche entsteht. Mit diesem modularen Baukastensystem wird der größte Teil der zu überbauenden Fläche überdacht. Der Entwurf forciert ein neues Hallenensemble, das mit einem Höchstmaß an bespielbarer Fläche nahezu jeder Art von Veranstaltung gerecht wird. Unschöne Wege zwischen den Hallen entfallen und der Besucher bewegt sich fast ausschließlich auf Ausstellungsflächen.

Auftraggeber:

Schweger Associated Architects GmbH

BGF:

191.000 m²

Nutzungsschwerpunkte:

Kultur / Bildung | Öffentliche Bauten

Wettbewerb:

Ankauf