Straßenbahndepot Sachsenhausen, Frankfurt am Main, 2003

Nach der Auflösung des Sachsenhäuser Straßenbahndepots der VGF Verkehrsgesellschaft wurden in einem städtebaulichen Ideenwettbewerb funktionale und gestalterische Lösungen für eine zukünftige Nutzung des über 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Ensembles, des 8.700 qm großen Depotgrundstücks und dessen Umfeld gesucht. Dabei sollten neben dem Denkmalschutz für die Hallenbauten und einem geforderten Wohnanteil von 50 Prozent auch öffentliche Nutzungen wie ein Sozialrathaus, ein Jugendclub, eine Stadtteilbibliothek, eine Markthalle und eine Mehrzweckhalle berücksichtigt und auf dem Areal untergebracht werden. Der zweitplatzierte Beitrag von AS&P sieht vor, die denkmalpflegerisch interessanteste östliche Halle weitgehend in Ihrer alten Form und Größe zu erhalten, um sie als Stadtteilbibliothek oder Markthalle zu nutzen. Die beiden westlichen Hallen werden bis auf ihre zwei nördlichen Bögen und Fassaden zurückgebaut und durch Wohngebäude ersetzt. Die Neubaustruktur nimmt das Thema der Hallen auf und interpretiert diese neu. Am südlichen Rand des ehemaligen Depotgeländes bilden drei neue Kopfbauten den stadträumlichen Abschluss, wobei die Höhenentwicklung sich an der bestehenden baulichen Umgebung orientiert. Eine offene Passage in Nord-Süd-Richtung, sowie Galerie- und Gartenhöfe leiten die Passanten zu den jeweiligen Nutzungen. Der spannungsvolle Dialog zwischen historisch-technischer und modern-städtischer Architektur - zwischen rotem Backstein und Glas/Sichtbeton - artikuliert wirkungsvoll die Besonderheiten der neuen »Textorhöfe«.

Auftraggeber:

Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

BGF:

14.600 m²

Nutzungsschwerpunkte:

Büro / Verwaltung

Wettbewerb:

2. Preis