Pläne für ein neues Quartier auf dem Königsbacher Brauereigelände in Koblenz werden konkret

26.05.2020

Städtebauliches Entwurfskonzept für das Areal der Koblenzer Brauerei. Alle Pläne © AS+P Albert Speer + Partner GmbH

AS+P Stadtplaner Lutz Krämer-Heid präsentierte dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität (ASM) der Stadt Koblenz die Pläne und der Konzeptionsbeschluss wurde gefasst.

Wohnen und Arbeiten in prominenter Lage am Rhein: Auf dem Gelände der Königsbacher Brauerei soll nach den Plänen des Investors ein gemischt genutztes Quartier mit Wohngebäuden, einem Hotel sowie gewerblichen Nutzungen entstehen. Drei- bis vierstöckige Wohngebäude sind auf dem östlichen Areal geplant, die mit rund 340 Wohn­einheiten Platz für etwa 850 Be­woh­ner bieten. Im Westen sollen Gebäude für Gewerbe und Dienstleistungen sowie ein Hotel errichtet werden.

Nachdem AS+P im Frühjahr 2019 eine städtebaulich-architektonische Ideenskizze für eine Neuordnung des Areals der Koblenzer Brauerei im südlichen Stadtgebiet erarbeitet hatte, wurde im Sommer desselben Jahres der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungs­plan Nr. 330 „An der Königsbach“ gefasst. Seitdem werden zentrale Fragestellungen pla­nungs­rechtlich sondiert und in enger Abstimmung mit verschiedenen Fachgutachterbüros diskutiert. Es ist vorgesehen, im Rahmen des Bebauungs­planverfahrens im Sommer 2020 die Öffentlichkeit, die Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange am Entscheidungsprozess zu beteiligen.

Damit unterstützt die Stadt das Anliegen des Eigentümers der Liegenschaft „Koblenzer Brauerei“, das Brauereigelände im Kernbereich weiterzuentwickeln, um den Brauereistandort zukunftsfähig zu sichern. Vorgesehen ist eine Verlagerung der Brauerei in nördliche Richtung. Dadurch werden insbesondere das 14-geschossige Lagergebäude („Tower“) sowie benachbarte Gebäude der Brauerei frei. Dies ermöglicht eine Neustrukturierung der Flächen und Einrichtungen sowohl westlich der B 9 und der dort verlaufenden Bahngleise als auch der östlich liegenden, zum Betriebsgelände gehörigen Lager-Flächen. Eine konkrete pla­nungs­rechtliche Ausformulierung wird nun im weiteren Verfahren mit Blick auf die Umgebung und deren besonderen Rahmenbedingungen geprüft: Hierzu werden im Rahmen des Auf­stellungs­verfahrens verschiedene Fachgutachten eingeholt, deren Erkenntnisse bei der Erarbeitung des Bebauungs­planentwurfs und im Rahmen der Abwägung nach § 1 Abs. 7 BauGB berücksichtigt werden. Besondere Heraus­forderungen liegen in der architektonischen Ausgestaltung der Baukörper in Form aufgeständerter Gebäude mit flutbaren Stellplatzanlagen und die Bewältigung der Verkehrslärmeinwirkungen durch die nahe gelegene Bahntrasse. So beinhaltet der Konzeptionsbeschluss unter anderem die Erarbeitung eines umfassenden Schallschutzkonzeptes unter Berücksichtigung der Bahntrasse, die als ausschlaggebende Lärmquelle identifiziert wurde, sowie der sonstigen Verkehrs-, Sport- und Gewerbelärmeinwirkungen.

 

 

Lärmschutz und Hochwasser: Das Gelände rund um die Brauerei bringt aus städtebaulicher Sicht einige Heraus­forderungen mit sich.