„Neues Quartier Ludwigshöhe“ in Darmstadt erhält Anerkennung „Vorbildliche Bauten im Land Hessen 2020“

19.11.2021Awards

Nahmen die Anerkennung für das Team von AS+P und die Bauherrin entgegen: Stefanie Wladika, Projektpartnerin AS+P (links); Stefanie Michels, Stadt­planungsamt, Wissenschaftsstadt Darmstadt (rechts), © AKH, Foto: Christoph Rau

Mit einer Anerkennung wurde das „Neue Quartier Ludwigshöhe“ in Darmstadt, ein Konversionsareal für 3.100 Be­woh­nerinnen und Be­woh­ner, beim Auszeichnungsverfahren „Vorbildliche Bauten im Land Hessen“ in der Kategorie „Quartiersplanung und Stadtentwicklung“ ausgezeichnet. Unter den Preisträgern ist es das einzige Projekt im Planungsstadium.

Im Namen von AS+P nahm Projektpartnerin Stefanie Wladika, gemeinsam mit Stefanie Michels vom Stadt­planungsamt, als Vertreterin der Bauherrin Wissenschaftsstadt Darmstadt, am Freitagabend die Anerkennung des Landes Hessen und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) entgegen.

Das interdisziplinäre AS+P-Team mit Stadt-, Freiraum- und Verkehrsplanern rund um Jürgen Häpp, Assoziierter Partner, sowie Stefanie Wladika, hatte den Auftrag zur Entwicklung einer städte­baulichen Strukturplanung für das 34 Hektar umfassende „Neue Quartier Ludwigshöhe“ im Jahr 2018 erhalten. Zuvor war AS+P mit seinem Entwurf für das Areal der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-Siedlung als Sieger aus einem europaweiten nichtoffenen städte­baulichen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbs hervorgegangen.

Klimaneutralität frühzeitig mitgedacht und als Ziel formuliert

Das Quartier Ludwigshöhe zeichne sich „durch eine konsequente Anwendung“ nach­hal­tiger Prinzipien aus, so das Juryurteil, sowie durch den Anspruch, „die hohen Ziele auch in den kommenden Realisierungsschritten zu verankern“. Dazu tragen das gemischte Wohnungsangebot für unter­schiedliche Nutzergruppen, ein attraktives Angebot an sozialer Infrastruktur, ein verkehrsberuhigtes Wohnumfeld sowie qualitativ hochwertige Freiräume bei. Darüber hinaus werden „sehr hohe Ziele bezüglich der Klimaneutralität“ definiert, die als Vorgaben in den kommenden Planungsschritten verankert sind. Weiter soll eine Straßenbahn die Bereitschaft fördern, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Eine weitere Besonderheit sind dezentral angeordnete Quartiersgaragen mit E-Carpooling für den ruhenden Verkehr. Dies ermöglicht verkehrsberuhigte Bereiche und fördert den Fuß- und Fahrradverkehr.

Machen Mut für die Zukunft

Als ausgezeichnetes Projekt zählt das von AS+P geplante „Neue Quartier Ludwigshöhe“ in Darmstadt zu den Best-Practice-Bei­spielen, die aus Sicht von Brigitte Holz, Präsidentin der AKH und Jurymitglied, „ein Beleg gelebter Nachhaltigkeit“ seien und „Mut für die Zukunft“ machten.

Nach Worten der Auslober seien diese weiter „als erste Zwischenbilanz Hessens auf dem Weg zu nach­hal­tigem Planen und Bauen zu sehen“. Dabei ginge es „um das Erreichen der Klimaschutzziele und einer konsequenten Kreislaufwirtschaft im Bausektor.“ Eine inter­national besetzte Jury wählte die 12 Preisträgerinnen und Preisträger aus 21 Shortlist-Nominierungen von insgesamt 124 Einreichungen aus.

Über den Auslober: Das Auszeichnungsverfahren Vorbildliche Bauten im Land Hessen – Preis für Archi­tek­tur und Städtebau wird im Turnus von drei Jahren gemeinsam vom Land Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium der Finanzen, und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen ausgelobt. In diesem Jahr werden die Vorbildlichen Bauten erstmals für Archi­tek­tur und Städtebau vergeben, da die Transformation der Städte nur im Zusammenspiel aller Disziplinen gelingen kann. Die Auszeichnung wird seit 1954 vergeben und zählt zu den ältesten und anerkanntesten Archi­tek­turpreisen in Deutschland.

Zum Projekt

Anerkennung in der Preiskategorie „Quartiersplanung und Stadtentwicklung“: Neues Quartier Ludwigshöhe, Darmstadt

Lebendige Nachbarschaft © AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Preis­verleihung durch Dr. Martin J. Worms, Staatssekretär Hessisches Ministerium der Finanzen (Mitte) und Brigitte Holz, Präsidentin AKH (rechts), Moderation: Gertrudis Peters, Stv. Hauptgeschäftsführerin AKH (links), © AKH, Foto: Christoph Rau