Zielabweichung „Wiesbaden Ostfeld“ beschlossen

30.07.2021

Auf diesem Acker soll ein Stadtteil für bis zu 12.000 Menschen entstehen. Foto © AS+P Albert Speer + Partner GmbH, 2020

Die von AS+P vorbereitete Zielabweichung wurde Anfang Mai 2021 von der Regionalversammlung Südhessen zugelassen und kurz darauf mit dem positiven Zielabweichungsbescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt bestätigt.

AS+P erstellte zuvor die Unterlagen für die Abweichung von Zielen des Regionalplans Südhessens / Regionalen Flächennutzungsplans 2010 im Bereich der städte­baulichen Entwicklungsmaßnahme „Wiesbaden Ostfeld“. Auf diesem rund 450 Hektar großen Entwicklungsgebiet zwischen den Ortsbezirken Erbenheim, Mainz-Kastel und Amöneburg soll ein urbanes Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten für rund 8.000 bis 12.000 Menschen entstehen. Zudem soll in einem Teilebiet der neue zentrale Behördenstandort des Bundeskriminalamts (BKA) entwickelt werden.

Nur etwa ein Fünftel der Fläche ist für die Bebauung vorgesehen – da letztere jedoch nicht mit den bisherigen Zielen der Raumordnung vereinbar war, musste ein Zielabweichungsverfahren durchgeführt werden.

Die Heraus­forderung, die sich als äußerst komplex herausstellte, umfasste unter­schiedliche Themen wie Naturschutz, Landwirtschaft, oberflächennahe Lagerstätten und Klimaschutz, die es für das Verfahren zu berücksichtigen galt.

Nach dem positiven Zielabweichungsbescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt kann nun die bereits im November 2020 von der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung beschlossene Satzung über die förmliche Festlegung des Entwicklungsbereichs Wiesbaden Ostfeld in Kraft treten. Somit ist ein weiterer Meilenstein zur Entwicklung des neuen Wiesbadener Stadtteils erreicht. AS+P konnte hierzu einen wertvollen Beitrag leisten und ergänzt sein Portfolio für anspruchsvolle Verfahren im Bereich der Raumordnung.

Zum Projekt

Luftbild Entwicklungsbereich. Foto: Landeshauptstadt Wiesbaden, 2020