Bebauungs­plan Nr. 55 „Stadtquartier Süd", Neu-Isenburg

Neu-Isenburg, Deutschland, 2014 - 2020

Bebauungs­plan zur Entwicklung eines gemischt genutzten Quartiers als Konversion einer gewerblich genutzten Fläche, Koordination des Verfahrens und der Planungsbeteiligten, Erarbeitung Zielabweichungsverfahren, Begleitung Flächennutzungsplanänderung

  • Auftrag­geber: Groß und Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
  • Zeitraum: 2014 - 2020
  • Plangebiet: 12 ha
  • Nutzungsschwerpunkte: Wohnungsbau, Büro / Verwaltung, Einzelhandel, Mischnutzung, Innenentwicklung, Freiraum, Konversion
Der Rahmenplan „Stadtquartier Süd“ 2014 diente als Grundlage für den Bebauungsplan.
Der Rahmenplan „Stadtquartier Süd“ 2014 diente als Grundlage für den Bebauungs­plan.

Im Süden der Stadt Neu-Isenburg in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum befindet sich das „Stadtquartier Süd“, dessen Flächen seit mehreren Jahren zum größten Teil brachliegen bzw. nur sehr eingeschränkt gewerblich genutzt werden.

In Vorbereitung einer planerischen Entwicklung der Fläche wurde daher in einem mehrstufigen Planungsprozess 2012 - 2014 unter aktiver Einbindung der Öffentlichkeit ein städtebauliches Konzept erarbeitet, nach dem das „Stadtquartier Süd“ zu einem städtischen Quartier mit einer Nutzungsmischung aus Wohnen und Arbeiten sowie ergänzenden Infrastrukturangeboten entwickelt werden soll.

Luftbild Stadtquartier Süd
Luftbild Stadtquartier Süd

Aufbauend auf diesem Rahmenplan erarbeitete AS+P anschließend für die ca. 12 ha große Fläche den Bebauungs­plan Nr. 55 „Stadtquartier Süd“. Parallel dazu übernahm AS+P die Steuerung des Planverfahrens und die Koordination der Planungsbeteiligten, die aus Vertretern der Stadt, Projektentwicklern, Architekten sowie weiteren Fachplanern bestanden. Eine besondere Heraus­forderung bei der Erarbeitung des Bebauungs­plans war die Regelung einer verträglichen Nachbarschaft zwischen bestehenden und geplanten Gewerbe- und Wohnnutzungen – besonders im Hinblick auf Lärm- und Geruchsemissionen. Da die im Rahmenplan formulierten Entwicklungsziele der Stadt nicht vollständig den übergeordneten planerischen Vorgaben des Regionalplans bzw. des regionalen Flächennutzungsplans entsprachen, wurde parallel zur Erarbeitung des Bebauungs­plans 2015 - 2017 durch AS+P ein Zielabweichungsverfahren sowie eine Änderung des regionalen Flächennutzungsplans inhaltlich vorbereitet und begleitet. Der Bebauungs­plan wurde im März 2020 von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neu-Isenburg zur Satzung beschlossen.