Bebauungs­plan „Ludwigshöhviertel“ mit FNP-Änderung

Darmstadt, Deutschland, seit 2018

Rahmenplan und Bebauungs­plan für ein neues Stadtquartier mit verschiedenen Wohnungsangeboten und Quartierszentrum für 3.000 Einwohner

  • Zeitraum: seit 2018
Städtebauliches Strukturkonzept (Stand: November 2018)
Städtebauliches Strukturkonzept (Stand: November 2018)

Im Jahr 2017 ging AS+P als Sieger aus einem städte­baulichen Wettbewerb der Stadt Darmstadt zur Konversion der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung hervor. Anschließend wurde das Wettbewerbsergebnis zu einem städte­baulichen Strukturkonzept weiterentwickelt.

Mit der Aufstellung des Bebauungs­plans und begleitender Änderung des Flächennutzungsplans werden seit 2018 die pla­nungs­rechtlich­en Voraussetzungen zur Umsetzung des Strukturkonzeptes geschaffen.

Hauptgebäude der denkmalgeschützten Gesamtanlage am zentralen Quartiersplatz
Hauptgebäude der denkmalgeschützten Gesamtanlage am zentralen Quartiersplatz

 

Vorrangiges Ziel des Bebauungs­plans ist die Entwicklung eines lebendigen Stadtquartiers mit dem Nutzungsschwerpunkt „Wohnen“. Als Quartiersmitte sind in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble Nahversorgung und öffentlichkeitswirksame Nutzungen vorgesehen, auch soziale Infrastruktur mit Grundschule, Kindergärten und Sporthalle ist Bestandteil der Planung. Die Anbindung erfolgt u.a. über einen neuen Straßenbahnanschluss.

 

Aufgrund der bereits heute vorhandenen hohen Verkehrsbelastung im Umfeld sind eine Beschränkung der Dichteentwicklung und Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung erforderlich. In den Bebauungs­plan wurden Regelungen zur Beschränkung der Dichte und zur Umsetzung von Bausteinen eines Mobilitätskonzepts aufgenommen (Freihaltung von Flächen für die Straßenbahn, schmale Straßenquerschnitte und verkehrsberuhigter Bereich, Beschränkung der Stellplatzanzahl, Quartiersgaragen, Förderung des Fuß- und Radverkehrs). Als weitere fachspezifische Themen sind Artenschutzmaßnahmen (u. a. Eidechsen), Altlasten, Klima, Schallschutz, Erschütterungen und Niederschlagsentwässerung zu nennen.

 

Im Herbst 2020 fand die öffentliche Auslegung des Bebauungs­planentwurfs statt.